16.01.18 11:36

„Unsere Weltmeere sind keine Müllhalden“

Neue Maßnahmen gegen Plastikmüll dringend nötig

„Die Wegwerfgesellschaft hat ausgedient. Umweltschädlicher Plastikmüll muss in allen Bereichen reduziert werden, nicht nur durch die Verbraucherinnen und Verbraucher, auch Unternehmen müssen neue Wege gehen. Die EU-Initiative wird bei diesem Umdenken helfen“, begrüßte Europa-Abgeordnete Jo LEINEN (SPD) den Vorschlag der Europäischen Kommission, der am heutigen 16. Januar 2018 vorgelegt werden soll.

„Die EU-Plastikstrategie wird auch Branchen wie Lebensmittel- und Kosmetikindustrie anregen, nach Alternativen bei Verpackungen und Inhaltsstoffen zu suchen. Daraus werden auch neue Innovationen bei Materialien entstehen“, sagte Jo LEINEN.

„Die Idee einer Abgabe auf Plastikabfall sollte unbedingt weiterentwickelt werden. Die EU sollte die Chance nicht verpassen, Umweltverschmutzung einen Preis zu geben. Dann wird es auch für Verbraucherinnen und Verbraucher einfacher zu erkennen, welche Produkte weniger schädlich sind“, betonte Jo LEINEN. „Chinas Importstopp von europäischem Plastikmüll erhöht den Druck, den anfallenden Abfall tatsächlich zu reduzieren, statt sich dem Müllproblem einfach zu entledigen.“

Die Strategie zur Vermeidung und Reduzierung von Plastikmüll sei lang erwartet worden, so LEINEN. Die EU-Kommission hatte die Strategie bereits vor zwei Jahren als eine der Maßnahmen angekündigt, um Europa zu einer Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. Dabei sollen wertvolle Rohstoffe länger im Kreislauf bleiben, häufiger wiederverwertet und recycelt werden.

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