19.09.17 11:45

„Reform der UNO muss tiefgreifender werden“

Gipfelbeschlüsse in New York nur ein erster Schritt

„Die Reform der UNO muss umfassender und tiefgreifender sein, als die jetzt auf dem Gipfel in New York beschlossenen Maßnahmen“, fordert der Europaabgeordnete Jo LEINEN (SPD), Mitglied der EU-UN Arbeitsgruppe im Europäischen Parlament.

Entbürokratisierung und Kosteneffizienz seien wichtige Schritte, um das verrostete UNO-Schiff wieder flott zu machen, so Jo LEINEN.

70 Jahre nach ihrer Gründung brauche die UNO jedoch eine strukturelle Reform, um den Aufgaben des 21. Jahrhunderts gewachsen zu sein. Die Reform des Sicherheitsrates mit der Aufnahme neuer Mitglieder und der Abschaffung des Veto-Rechts sei überfällig.

Die UNO brauche auch mehr Demokratie und Transparenz. Neben der Versammlung der Regierungen sollte deshalb eine Versammlung der Parlamente auf UNO-Ebene eingerichtet werden. „Ein Weltparlament könnte eine neue Dynamik für eine bessere Diskussion und Orientierung zur Lösung der großen Menschheitsprobleme bringen“, sagt LEINEN. Der UNO-Apparat brauche dringend die Rückkopplung zur Öffentlichkeit und den Bürgerinnen und Bürgern.

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