07.07.17 16:06

„Keine Kompromisse beim Klimaschutz“

G20-Erklärung muss das Pariser Abkommen verteidigen

„Die Staats- und Regierungschefs dürfen sich nicht vor dem US-Präsidenten Donald Trump wegducken. Sollte die USA ein Bekenntnis zum internationalen Klimaschutz in der Abschlusserklärung blockieren, müssen sie im Zweifel isoliert werden. Beim Klimaschutz darf es keine Kompromisse geben. Eine klare Aussage der G19 ist besser als eine inhaltsleere G20-Erklärung“, sagt der saarländische Europaabgeordnete Jo LEINEN (SPD) im Vorfeld des Gipfeltreffens in Hamburg.
„Als größte Industrienationen und Hauptverursacher von Klimagasen tragen die G20-Staaten auch die größte Verantwortung für die Stabilisierung der Erdatmosphäre. Sie müssen den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern forcieren, statt neue Kohlekraftwerke zu planen. Alles andere ist Augenwischerei“, kritisiert Jo LEINEN nach der Veröffentlichung einer Studie, wonach weltweit 1600 neue Kohlekraftwerke in Plan und in Bau seien.
„Wenn das Format der G20 weiterhin Unterstützung erhalten soll, müssen die Staats- und Regierungschefs den Fokus auch auf die Entwicklungsländer richten, die von den Folgen des Klimawandels am stärksten betroffen sind“, sagt Jo LEINEN. Dieses Forum sei dazu prädestiniert, die nächsten Schritte zur Eindämmung der Erderwärmung zu beschließen. „Die Wirtschaftsmächte können so an Akzeptanz gewinnen und gemeinsame Spielregeln festlegen“, so Jo LEINEN abschließend.
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