24.03.17 10:31

60 Jahre Europäische Union: Flagge zeigen für Europa

"Von Rom muss ein klares Bekenntnis zur Europäischen Einigung und ein Signal des Aufbruchs ausgehen", sagt Jo LEINEN (SPD), Europaabgeordneter und Präsident der Europäischen Bewegung International (EMI), im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Römischen Verträge am 25. März in Rom. Die EU habe in Europa Freiheit, Frieden und Wohlstand gesichert und sei trotz aller Schwierigkeiten eine einmalige Erfolgsgeschichte, die auf der ganzen Welt Nachahmer finde.

"Es steht Spitz auf Knopf für die Europäische Union. Die Staats- und Regierungschefs dürfen es nicht bei gegenseitigem Schulterklopfen für das Erreichte der letzten 60 Jahre belassen, sondern müssen mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen zusammenrücken", sagt Jo LEINEN. Angesichts der bevorstehenden Brexit-Verhandlungen und außenpolitischer Krisenherde hätte eine Spaltung der EU desaströse Folgen. "Eine weitere Schwächung oder gar der Zerfall der EU wäre ein Geschenk für Trump, Putin und Erdogan und eine Katastrophe für unseren Kontinent. Statt die Globalisierung mitgestalten zu können, würden die europäischen Völker zum Spielball der Großmächte werden. Gerade jetzt muss Europa in der Lage sein, das freiheitlich-demokratische Weltbild zu verteidigen."

Mittlerweile wache die schweigende Mehrheit der Bevölkerung auf und gehe für Europa und gegen nationale Abschottung auf die Straße. "Letztlich wird über die Zukunft Europas weder in den Hauptstädten noch in Brüssel oder in Straßburg entschieden. Es sind die Europäerinnen und Europäer, die den Weg weisen", sagt LEINEN. Am 25. März werden in Rom und vielen weiteren Städten große Kundgebungen für eine bessere EU stattfinden. Der von der Europäischen Bewegung zusammen mit einer Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen veranstaltete 'March for Europe' werde Menschen aus allen Ländern der EU zusammenbringen, um gemeinsam für Europa Flagge zu zeigen und ein Zeichen gegen Nationalismus zu setzen.

"Die Menschen lehnen nicht die europäische Einigung ab, sondern eine EU, die durch nationale Vetos immer wieder an den Rand der Handlungsunfähigkeit getrieben wird. Die EU muss wieder mehr werden, als ein Basar nationaler Interessen. Es geht nicht um 'mehr' oder 'weniger' Europa, sondern darum, in zentralen Bereichen ein starkes und handlungsfähiges Europa zu schaffen. Wir brauchen einen neuen Grundkonsens darüber, was Europa leisten soll und welche Mittel es dazu braucht", so Jo LEINEN.

Der 'March for Europe' in Rom startet am 25. März um 13 Uhr am Piazza Boca della Verita und endet gegen 14:30 Uhr am Kolosseum. Neben zehntausenden Bürgerinnen und Bürgern werden auch rund 100 Abgeordnete des Europäischen Parlaments an der Demonstration teilnehmen. Weitere Informationen: www.marchforeurope2017.eu 

Weitere Informationen zur Europäischen Bewegung International (EMI):  europeanmovement.eu