23.03.17 12:38

Der "Anti-Trump" auf der Leipziger Buchmesse

Jo LEINEN stellt Buch zur globalen Demokratie vor

"Nicht nationale Abschottung, sondern globale Vernetzung muss das Motto im 21. Jahrhundert lauten", sagt der Europaabgeordnete Jo LEINEN aus Anlass der Präsentation des neuen Werkes "Das demokratische Weltparlament" (Dietz-Verlag) auf der Leipziger Buchmesse. Dieses fundamentale Kompendium für ein "demokratisches Weltregieren" wurde in den letzten Jahren zusammen mit dem Ko-Autor Andreas Bummel erarbeitet.

"Die Menschheit ist zu einer Schicksalsgemeinschaft verbunden und mehr als jemals zuvor miteinander verflochten. Globale Herausforderungen wie die Zerstörung der Natur, die extreme soziale Ungleichheit und daraus folgende Krisen und Kriege überfordern die Nationalstaaten, auch die großen Länder wie die USA oder China", so Jo LEINEN.

Nicht der von Präsident Donald Trump propagierte Nationalismus, sondern ein demokratisch gesteuerter Multilateralismus ist für eine friedliche, soziale und nachhaltige Weltgemeinschaft von großer Bedeutung. Ähnlich wie zu Beginn der Europäischen Union solle es deshalb auch bei den Vereinten Nationen eine "Parlamentarische Versammlung" geben und nicht nur wie bisher eine Vertretung der Regierungen in der UNO-Generalversammlung.

"Donald Trump ist nicht die Antwort auf die drängenden Probleme der Menschheit. Seine Regierungszeit mag ein Rückschlag für die Global Governance bedeuten. Bei demnächst 10 Milliarden Menschen auf dem Planeten Erde führt jedoch kein Weg an einem demokratischen Weltregieren vorbei. Eine Parlamentarische Versammlung bei der UNO wäre ein wichtiger Pfeiler auf dem Weg zu diesem Ziel", so Jo LEINEN. Das Buch soll zu einer neuen Auseinandersetzung über die nicht mehr aktuellen und nicht mehr akzeptablen Strukturen in der UNO führen.