03.10.17 09:12

Saarländische Industrie besser gegen Dumping geschützt

EU-Parlament und Rat treffen Einigung bei anti-dumping-Verfahren

Im Kampf gegen Dumping gibt es für die saarländische Industrie gute Nachrichten. Bei den Verhandlungen für eine neue Berechnungsmethode in Anti-Dumpingfällen hat das Verhandlungsteam des Europäischen Parlaments eine Einigung in den Gesprächen mit dem Ministerrat und der Europäischen Kommission erzielt.

"Das Ergebnis der Verhandlungen ist ein Erfolg: es gibt keine zusätzlichen Bürden für unsere Industrie", so der saarländische Europaabgeordnete Jo LEINEN (SPD). Wir Sozialdemokraten haben einen zeitgemäßen Ansatz durchgesetzt, um Arbeitsplätze zu sichern und fairen Wettbewerb zu gewährleisten.

Die Unternehmen sollen sich in Zukunft bei Dumpingfällen auf die Erkenntnisse von Berichten über das betreffende Land stützen können. Diese Berichte der EU-Kommission legen detailliert dar, ob in einem Land marktwirtschaftliche Bedingungen herrschen oder systemische bzw. Sektor spezifische Marktverzerrungen vorliegen.

„Mit der nun beschlossenen Methode kann die Europäische Kommission in Anti-Dumping-Untersuchungen verzerrte Preise von Herstellern identifizieren und auf unverzerrte Preise, zum Beispiel internationale Vergleiche, zurückgreifen, um die Herstellungskosten eines Gutes unter freien Marktbedingungen zu ermitteln“, so Jo LEINEN abschließend. „Das hilft der Stahlindustrie im Saarland bei Billigimporten aus China, aber auch aus Russland und anderen Ländern.“

 

Aktuelles Pressefoto unter: www.joleinen.de/Fotos.77.0.html




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