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27.11.18 14:03

Lassen Sie uns gemeinsam diesen New Deal der Energie in Europa wagen!

Lassen Sie uns den neuen Energiedeal zwischen Frankreich und Deutschland zum Aufbau der Energiewende gemeinsam wagen!

Lassen Sie uns gemeinsam diesen New Deal der Energie in Europa wagen!
Lassen Sie uns den neuen Energiedeal zwischen Frankreich und Deutschland zum Aufbau der Energiewende gemeinsam wagen!
Frankreich und Deutschland werden demnächst Entscheidungen treffen, die maßgebliche Auswirkungen auf die gemeinsame Zukunft der Energie haben werden: in Frankreich bestimmt der mehrjährige Energieplan das Programm der Energiewende und in Deutschland legt die Kohlekommission das Datum des Kohleausstiegs fest.
Die Erwartungen dieser beiden Entscheidungen sind hoch. Ab dem Moment beginnt der Aufbau einer neuen europäischen Energiewende. Dieser Aufbruch soll nicht nur die Energiesicherheit garantieren, sondern auch den Startschuss für saubere und angepasste Energieversorgung sicherstellen und den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren.
Der Eckpfeiler dieses Energie-Europas wird jedoch durch das wachsende Misstrauen zwischen der französischen und der deutschen Regierung hinsichtlich ihrer Energiepolitik geschwächt.
Die Angst, Strom aus deutschen Kohlekraftwerken verbrauchen zu müssen, lässt Frankreich zögern, seine Atomflotte zu reduzieren. Umgekehrt befürchtet Deutschland, dass es durch den schnellen Austritt aus der Kohle gezwungen ist, Strom aus französischen Kernkraftwerken zu importieren, obwohl sich Deutschland nach der Katastrophe von Fukushima von der riskanten Kernenergieversorgung abgewandt hat.
Die mangelnde Koordinierung zwischen Frankreich und Deutschland führt zu einer gegenseitigen Verlierer-Strategie. Frankreich ist dabei seine Zielvorgaben für die erneuerbaren Energien und die Reduzierung des Energieverbrauchs zu verfehlen. Auch Deutschland ist bei der Reduzierung seiner Treibhausgasemissionen weit zurückgeblieben.
Wir dürfen es nicht zulassen, dass das deutsch-französische Paar aneinander zweifelt. Der Zweifel würde für den Aufbau eines souveränen Europas der Energie, das sich voll und ganz für den Kampf gegen die Klimaveränderung einsetzt, gefährden.
Frankreich und Deutschland müssen unbedingt aufeinander zugehen. Der Präsident der französischen Republik und die deutsche Bundeskanzlerin haben jetzt die Möglichkeit, bis zum Ende des Jahres den New Deal der europäischen Energiewende einzuläuten.
Dazu müssen Frankreich und Deutschland den mehrjährigen Energieplan und die Ziele des Kohleausstiegs kombinieren und ihre Energiestrategien gegenseitig anpassen. Es braucht ein mehrjähriges Energieprogramm, das eine klare Strategie für die Schließung einer beträchtlichen Anzahl von Kernreaktoren bis 2028 vorsieht, um so schnell wie möglich 50% der Kernkraft im Energiemix zu erreichen. Das würde das Misstrauen der Zivilgesellschaft, der Regierung und der Wirtschaftsakteure in Deutschland gegenüber der französischen Energiepolitik abbauen. Die Bundesregierung kann ihrerseits die Entscheidung über den Kohleausstieg treffen, ohne das Risiko eingehen zu müssen, den französischen Atomstrom zu importieren.
Wenn mit dem Aufbau dieser gemeinsamen europäischen Energiepolitik das Vertrauen wiederhergestellt wird, können wir die Kernenergie in Frankreich weiter reduzieren und die Kohlekraftwerke in Deutschland schneller schließen.
Dieser New Deal der Energie in Europa zwischen Emmanuel Macron und Angela Merkel könnte der Grundstein einer Europäischen Energieunion sein, welche Europa so dringend braucht, um den unerlässlichen Kampf gegen den Klimawandel angehen zu können. Diese politische Entscheidung der Europäischen Energiewende sechs Monate vor der Europawahl würde zeigen, dass Europa nicht länger in einem für das Klima und unsere Energiesicherheit gefährlichen Status Quo steckt, sondern dass es konkret für unser Gemeinwohl handelt.
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Präsident der Republik, lassen Sie uns gemeinsam diesen New Deal der Energie in Europa wagen!

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